„Einatmen lasse – ausatmen los. Der Nachbar bohrt ja schon wieder. Bald ist der auch durch die Wand. Wie soll ich mich bei dem Lärm den entspannen? Ich muss heute unbedingt einkaufen gehen…Mist. Konzentriere dich! Im Hier und Jetzt. Jetzt ist deine Zeit für dich – zum meditieren. Lass los… was esse ich heute nur zu Mittag? Ob die Pilze noch gut sind? Im Hier und JETZT bleiben!!“

img_20160811_130352859-2Das oben ist ein realistischer Auszug aus meinem Kopf, wenn ich mich morgens nach dem aufstehen hinsetzte um zu meditieren. Gedanken, Ängste und Unsinnn schwirren in meinem Kopf herum. An manchen Tagen ist es besser, an anderen kaum möglich nur eine Sekunde Ruhe dort oben zu haben. Es ist meistens sehr anstrengend, die ersten Minuten den Schwall an Gedanken und Emotionen zu erlauben und an mir vorbei fließen zu lassen, ohne an ihm festzuhalten. Ich habe manchmal das Gefühl, dass mich mein Unterbewusstsein austrickst und extra Gedanken erfindet, die ich spannend finde: Wie geht es bei der Serie weiter, die ich gestern gesehen habe? Habe ich mich in der Situation damals gut verhalten? Ein echter Teufelskreis.

Die beste Möglichkeit dem gegen zu wirken, sind Mantras. Ich hätte vor einem Jahr niemals gedacht, dass ich so einen Satz schreiben werde (Ihr erinnert euch an meine Abscheu an Räucherkerzen. Mantras habe ich in den gleichen Topf gepackt.) Nach nun fast zwei Jahren Meditationspraxis wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Begonnen habe ich sie bei Yin Yoga einzusetzen, wenn sich irgendwo eine Blockade einstellte und ich dieser „entgegenatmen“ musste. Um meinen Geist etwas zu beruhigen, begann ich Mantras zu verwenden.

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Das einfachste und für mich in jeglichen Lebenslagen effektivste Mantra ist „Lass los„. Also einatmen lass und ausatmen los. Dabei stelle ich mir meist vor, wie alle Altlasten von meinem Körper herunter schmelzen – von meinem Kopf, Schultern, Herz, Bauch durch meine Beine aus meinen Fußsohlen heraus. Das universalste Mantra ist „OM“. Das Wort Om wird immer mit Yoga verbunden und gilt als „Sound des Universums“. Auch sehr wirkungsvoll ist „Sat Nam„. Dieses Mantra stammt aus dem Kundalini Yoga und bedeutet „wahre Identität“. Dieses wiederhole ich immer wieder im Geist und verbinde es mit meinem Atem. Es bringt sehr viel Ruhe in meinen Geist. An Tagen, an denen ich ganz unruhig bin, verwende ich ein starkes Mantra wie „Peace begins with me„. Dieses Mantra ist mit einem Mudra verbunden. Also Handgesten, die Energien im Körper lenken und beeinflussen sollen. Dabei berühren sich bei dem Wort „Peace“  mein Daumen mit meinem Zeigefinger, „begins“  Daumen und Mittelfinger, „with“ Daumen und Ringfinger und „me“ Daumen und der Kleinefinger. Vor allem für Konflikte ist dieses Mantra wahnsinnig toll.

13556831_1107621309329725_1132390628_n-3Das stärkste Mantra, dass ich kenne, ist und bleibt „SA TA NA MA„: Es ist die Meditation für Veränderung und ich kann bestätigen, dass sie einen zur Veränderung hinführt und viel in einem aufwirbelt. Aber auch Mut und Kraft gibt. Eine wunderbare Anleitung zu dieser Meditation gibt es von der großartigen Franziska von Franziska Love bei Youtube. Ich muss gestehen, ich habe Anfang Oktober nach zwei Wochen kontinuierlichen Übens diese Meditation abgebrochen, weil sie mir noch zu intensiv war. Aber ich möchte ab kommender Woche wieder mit ihr beginnen, mal sehen, was sich dann alles in meinem Leben zum Besseren verändern wird.

Ich hoffe, diese kleinen Tipps helfen euch, auch mehr Ruhe in euren Kopf zu bekommen und euren Monkeymind zu entfliehen.

Alles Liebe und OM ❤

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