Only from the heart can you touch the sky“ – Rumi

Ich habe mich bisher noch nie mit einem Ort wirklich verbunden gefühlt. Ein Fitness-Studio war einfach ein Ort, um Sport zu machen, die Universitäten waren Einrichtungen fürs Lernen und die Bildung und lassen wir uns erst gar nicht von meinem Verhältnis zu meiner Schule anfangen…

Erst seit Mitte letzten Jahres habe ich einen Ort gefunden, der für mich mehr geworden ist, als ein Fitness- oder Sportraum. Für den ich heimische Gefühle empfinde. Ihn eigentlich heimlich schon mein zweites Zuhause nenne. Ich habe es zum ersten Mal zugelassen, dass mir ein Ort und die dazugehörigen Menschen an mein Herz wachsen – mich berühren dürfen. Diese Woche schließt nun mein Yogastudio Yoga at Sky seine Türen und es tut mir in der Seele weh.

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Für mich ist das jedoch ein Zeichen wie sehr ich mich verändert habe. Ich habe es zugelassen, verletzbar zu sein. Ich habe „fremde“ Menschen in mein Herz gelassen und mich jedes Mal gefreut, sie alle wiederzusehen. Egal ob es die Lehrer oder meine Mit-Yoginis waren. Ich habe an diesem Ort mein Herz so weit geöffnet – nicht nur in herzöffnenden Asanas. Dank dieses Studios habe ich gelernt, wie wichtig es ist, seine Verletzbarkeit zu zeigen und offen damit umzugehen. Brené Brown wäre sicherlich sehr stolz auf mich. Sie hat über die Macht der Verletzbarkeit einen sehr inspirierenden TED Talk gehalten (und ein Buch darübergeschrieben), in dem sie andere Menschen dazu ermutigt, ihre Verletzbarkeit zu zeigen. Für sie ist “Vulnerability (is) the birthplace of innovation, creativity and change.” (Brené Brown)

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Bei Yoga at Sky habe ich mich zum ersten Mal richtig verbunden gefühlt, mit mir selbst und mit meinen Mitmenschen. Ich musste keine Rolle erfüllen. Ich konnte einfach ich sein, in all meinen Facetten. Egal, ob ich bei einer Asana das Bedürfnis hatte meine Matte zerreißen zu wollen (jedes Mal bei der Taube), meinen Frust rausschnaubte (Herabschauender Hund ist dafür großartig), aus der Balance fiel (der gebundene Halbmond) oder wie ein Schloss Hund weinte (Herzöffnungen jeglicher Art in Yin Yoga). Keiner verurteilte mich deswegen oder wirkte irritiert. Es war für mich ein Ort der Liebe, des Friedens, der Ruhe und der Akzeptanz.

Ich habe so viel gelernt: Ich habe verschiedene Yoga Formen kennen und zum Teil lieben gelernt. Yin Yoga ist großartig an Tagen, an denen man das Gefühl hat, das Herz ist einem schwer von Sorgen und Ängsten. Vinyasa, um seine Energien wieder im Einklang zu bringen und zu sehen, wie stark man tatsächlich ist, was möglich ist, wenn man sich einfach traut. Ich habe Yoga Nidra und Trance kennen gelernt und mich ganz meinem Unterbewusstsein hingegeben. Ich lernte die heilende Kraft von Chakras kennen. Ich habe gelernt Mut zu haben und meinem Körper zu vertrauen. Ich habe endlich meine Gefühle zu gelassen und sie als wichtigen Ratgeber schätzen gelernt, egal ob es nun Freude, Wut oder Trauer war. Ich habe herausgefunden, dass mein Körper ein Wunder ist, der alles mitmacht, wenn ich es in Liebe tue.  Ich habe Asanas lange gehalten oder bin von einer in die andere „geflossen“.

Ich habe wunderbare Lehrer gehabt, die so sehr an mich geglaubt haben. Ich habe herausgefunden, was für mich bei einem Lehrer und bei dem Aufbau einer Yoga-Stunde wichtig ist. Ich bin extrem dankbar, für die wunderbaren Lehrer bei Yoga at Sky, ihr habt dieses Studio mit Liebe erfüllt und uns Yoginis tolle Stunden bereitet. Ich habe dank euch so viel erlebt und die Liebe zu Yoga entdeckt. Ihr habt mich süchtig gemacht, sodass ich immer mehr wollte. Ja, ihr wart meine Dealer 😉

Ich danke vor allem Sky, weil sie dieses Studio überhaupt erst geschaffen und mit so viel Licht und Liebe gefüllt hat. Sie war der Mensch, der mich am meisten geleitet und geprägt hat. Der an mich und meinen Weg geglaubt hat. Du hast mein Herz in vielfacher Weise berührt und dafür danke ich dir. “If we can share our story with someone who responds with empathy and understanding, shame can’t survive.” (- Brené Brown)

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Dennoch bin ich froh, dass Yoga at Sky grade jetzt schließt. Das hört sich zwar verrückt an, aber nur, wenn sich eine Tür schließt, kann sich irgendwo ein Fenster öffnen. Ich muss neues ausprobieren, neues kennen lernen. Ich muss aus meiner Komfortzone raus, um weiter wachsen zu können. Neue Lehrer und neue Yoga-Stile warten auf mich und ich freue mich darauf, mein Herz erneut für etwas Neues zu öffnen.

Ich danke Sky und ihrem Team, dass ihr mich Yoga und Verletzbarkeit gelehrt habt.

In diesem Sinne Namasté und einen schönen vierten Advent! ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

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