„Meine Meditationen sind furchtbar. Ich bin dauernd abgelenkt, denke an alles Mögliche, meine Glieder tun weh und ich schlafe immer ein.”
Der Lehrer antwortete schlicht: „Das geht vorüber.”

Eine Woche später kam der Schüler wieder und sagte:
„Meine Meditationen sind herrlich, ich bin total klar, konzentriert und im Frieden.”
Der Lehrer antwortete schlicht: „Das geht vorüber.” – Buddhistische Anekdote

Ich liebe die obige Geschichte, denn genau so geht es mir in meiner Meditation auch. An manchen Tagen fällt es mir unheimlich schwer mich zu konzentrieren, die Gedanken kreisen und schieben sich immer wieder vor meinen Geist. An anderen Tagen jedoch ist mein Kopf völlig klar, ich kann ruhig in mir selbst sein und mich vollkommen in meiner Meditation entspannen. Aber was ich gelernt habe, dass alles geht vorbei. Die guten und die schlechten Tage. Wir sind alle im Fluss des Lebens und das einzige was wir tun können, ist mitzuschwimmen.

Mir hilft es so sehr, mich an den guten und schlechten Tagen daran zu erinnern, dass alles vorbei gehen wird. Denn dann genieße ich das hier und jetzt nur noch mehr oder kann eine schlimme Situation leichter ertragen. Dazu passt genau dieses Lied von Sido, dass einfach so wunderschön ist:

„Und beim Anblick dieser Schönheit fällt mir alles wieder ein
Sind wir nicht eigentlich am Leben um zu lieben und zu sein?
Hier würd‘ ich gern für immer bleiben,
doch ich bin ein Wimpernschlag,
der nach fünf Milliarden Jahren nicht viel mehr zu sein vermag.“ – Sido

Für die schwierigen Meditationstage teile ich heute mit euch meine Meditationspraxis (Dauer 21 Minuten), die sich für mich als sehr sinnvoll und angenehm erwiesen hat. Ich benutze gerne dafür eine Meditationsapp, die mir mit einem Gong den nächsten Schritt ankündigt.

Setzt euch jetzt einfach bequem und aufrecht im Schneidersitz auf euer Bett, einem Stuhl oder auf dem Boden hin.

  • Die ersten zehn Sekunden nutzte ich zur Einstimmung, ich atme durch die Nase tief ein und aus und schaue, ob ich auch wirklich bequem sitze
  • Anschließend folgen drei Minuten Atemübungen. Entweder die Wechselathmung (Anuloma Viloma) oder eine Atemübung, die ich auf einem Workshop von Max Strom gelernt habe. Diese sollen meinen Körper und Geist beruhigen und entspannen und auf die folgende Meditation einstimmen.
  • Anschließend komme ich fünfzehn Minuten zur Ruhe, scanne meinen Körper, achte auf meine natürliche Atmung oder verwende Mantras und Mudras.
  • Dann folgen noch einmal drei Minuten Atemübungen, aber dieses Mal die Blasebalg-Atmung (Bhastrika). Diese Atmung soll mich beleben und ein inneres Feuer aufwecken.
  • Ich ende mit drei mal OM.

Für mich ist die Kombination von Atemübung und Meditation sehr effektiv. Vielleicht wollt ihr sie auch mal einem freien Wochenende ausprobieren? Erzählt mir dann auf jeden Fall, wie sie euch gefallen hat.

Alles Liebe ❤

 

 

 

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